Alagoas will Ethno-Kultur-Tourismus stärker fördern

Veröffentlicht: 2. Dezember 2015 - 09:00h | Aktualisiert: 24. November 2015 - 21:29h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Serra da BarrigaBrasilien begeistert seine Besucher nicht nur mit seiner herausragenden Natur. Gefragt ist ebenso der Ethno-Kultur Tourismus. Der soll im Bundesstaat Alagoas stärker gefördert werden. Gesetzt wird dabei auf die Quilombola, Dörfer, die von entlaufenen Sklaven gegründet wurden und in denen die Afro-Brasilianische Kultur bis heute lebendig ist.

Um den Ethno-Kultur Tourismus hat sich auch ein Seminar in União dos Palmares in Alagoas gedreht. Dort ist im 17. Jahrhundert der Quilombolo dos Palmares entstanden, der zeitweise bis zu 20.000 Menschen beherbergt hat.

Er war der größte und am besten organisierte Quilombolo Brasiliens und der Geburtsort des Zumbi dos Palmares, der eine der wichtigsten Widerstandsfiguren gegen das Sklaventum gilt und als Anführer der Quilombola in die Geschichte Brasiliens eingegangen ist. Heute befindet sich dort der “Parque Memorial Quilombo dos Palmares“ und die Quilombola-Gemeinschaft Muquém, etwa 80 Kilometer von der Hauptstadt Maceió entfernt.

Ziel ist es, die Geschichte der Quilombos zu bewahren und sie als touristische Ziele bekannter zu machen. Von der Entwicklung des Ethno-Kultur-Tourismus wird wiederum erhofft, dass dieser einen Ansporn zur Bewahrung der Kultur gibt und, dass seinen Bewohnern eine größere Anerkennung zu Teil wird.

Der Großteil der Bevölkerung der Quilombos lebt in einfachen Verhältnissen. In einigen der Dörfer können Touristen bei den Bewohnern übernachten und so einen Eindruck vom Leben und der Kultur der Quilombolas bekommen. In União dos Palmares stehen den Reisenden zudem Hotels und Pousadas zur Verfügung.