Der Nordosten Brasiliens

Veröffentlicht: 4. September 2008 - 20:26h | Aktualisiert: 15. September 2013 - 12:59h

An der 3.350 km langen nordöstlichen Küste finden Besucher das ideale Ambiente für den perfekten Tourismus. Ein Gebiet, in dem sich die Natur so richtig ausgelassen hat! Was Wunder, dass sich der Nordosten zum beliebtesten brasilianischen Ziel für Badeferien gemausert hat – auch international!

Rund 1,6 Millionen Quadratkilometer, die fantastische Naturschönheiten bereithalten, interessante Geschichte, eine vielseitige Küche, mitreissende Folklore, wunderschönes Kunsthandwerk und gastfreundliche Menschen – einfach alles, um dem Besucher nicht nur zu gefallen, sondern in Träume vom “Nie-mehr-weg-müssen” zu verstricken.

Jeder Kilometer der Küste – mit weiss-sandigen Stränden, kristallklarem Wasser, Kokospalmen, Atlantischem Regenwald und Mangroven – bietet eine neue Überraschung im Schein der Tropensonne – egal zu welcher Jahreszeit. Auch die Infrastruktur kann sich sehen lassen: von einfachen “Pousadas” bis zu 5-Sterne-Palästen ist die gesamte Hotellerie-Klasse vertreten, und neben der interessanten regionalen Küche findet man immer auch Restaurants mit einem internationalen Angebot.

Zum Nordosten gehören 9 Bundesstaaten:

ALAGOAS

(Hauptstadt Maceió)
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Kokospalmen, Mangrove-Wälder, herrlich einsame Strände und lauwarmes Meer, das ganze Jahr über, das sind die Hauptattraktionen seiner 230 km langen Küste. Ein richtiges Urlaubsparadies.
Die Hauptstadt von Alagoas, Maceió, ist einer der wichtigsten touristischen Zentren des Nordostens, mit herrlichen Stadtstränden und vielen anderen touristischen Attraktionen.

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BAHIA

(Hauptstadt Salvador)
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Historisch bedeutsam, mit einer fast magischen kulturellen Ausstrahlung, frenetischem Rhythmus und bunten Farben, ist Bahia ein Muss für Brasilianer wie für ausländische Besucher. Das historische Zentrum von Salvador, der Hauptstadt des Bundesstaates, repräsentiert den grössten Komplex barocker Architektur Südamerikas – als “Erbe der Menschheit” unter Denkmalschutz. Salvador ist auch die Heimat der tänzerisch und musikalisch originellsten Show-Gruppen Brasiliens, zum Beispiel der Gruppe Olodum.

Bahia bietet, an seiner über 1.000 km langen Küste, Strände für jeden Geschmack: Da gibt es die so genannte “Kokos-Küste”, von betörender natürlicher Schönheit und einem hydro-mineralen Ressort. Weiter nach Süden schliesst die “Entdecker-Küste” an, an der die Stadt Porto Seguro eine touristisch beliebtes Zentrum für Kultur und Entspannung geworden ist. Und schliesslich die “Wal-Küste”, mit dem maritimen Nationalpark Abrolhos, einem Schutzgebiet für Meeresfauna und Reproduktionsstätte verschiedener Wal-Spezies.

Wenn man die Küste hinter sich lässt, bieten die Berge und Schluchten der Chapada Diamantina fantastische Naturerlebnisse: Wasserfälle, Höhlen und Legenden. Nach Westen hin weitere Täler, Flüsse und Plateaus, die vom Tourismus überhaupt noch nicht entdeckt sind.

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CEARÁ

(Hauptstadt Fortaleza)
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Nur zwei Grad unter dem Äquator liegt der Bundesstaat Ceará, mit 570 km Strände, Hügeln mit Atlantischem Regenwald, Wasserfällen, Höhlen mit Felszeichnungen und kolossalen, noch nicht erforschten Monolithen.

Die Küste bietet herrliche Landschaften, wie aus einer elementaren Schöpfungs-Szenerie. Ob in Jericoacoara im extremen Norden, oder in Canoa Quebrada im extremen Süden, alle Strände überraschen den Besucher in ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit. Mit haushohen Dünen, zum Beispiel, oder unterschiedlich gefärbten Sandabschnitten, schroffen Klippen, aus dem Sand sprudelnde frische Quellen, und dazwischen eingestreuten Kokospalmenhainen, in denen ein paar Fischer, noch ohne elektrisches Licht, ein Leben führen, wie aus einem anderen Jahrhundert.

Fortaleza, die Hauptstadt, ist dagegen eine moderne Stadt. Direkt am Meer gelegen, mit Sonnenschein das ganze Jahr über, bieten sich hier etwa 20 km Stadtstrände an, die von Touristen aus aller Welt enthusiastisch belegt werden. Die Abende sind voller Musik, Tanz und sprühendem Leben und Attraktionen, die Fortaleza zur lebendigsten Stadt des Nordostens machen.

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MARANHÃO

(Hauptstadt São Luis)
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São Luis ist die einzige Hauptstadt Brasiliens, welche von den Franzosen gegründet wurde. Auf der anderen Seite ist die Hauptstadt von Maranhão, heute, eine der portugiesischsten Städte des Landes, denn letztere haben in São Luis und Alcantâra die grösste Architektur-Sammlung Südamerikas, mit mehr als 3.000 historischen Gebäuden, hinterlassen.

Maranhão grenzt an die Nord-, Nordost- und Mittelwest-Regionen und besitzt, dank der Mischung aus Weissen, Schwarzen und Indianern, ein überaus reiches kulturelles Erbe, das sich in einer vielgestaltigen Folklore, einer verführerischen Küche und einem interessanten Kunsthandwerk niederschlägt. Als Ergänzung zu seinen historischen Werten besitzt der Bundesstaat die zweitlängste Küste des Landes, (640 Kilometer) neben vielen weiteren Attraktionen, wie der grössten Busch- und Savannen-Landschaft im Interieur, mit herrlichen Wasserfällen, einziger Bundesstaat im Nordosten mit Amazonas-Regenwald, mit der grössten Dünenlandschaft der Welt, die Lençois Maranhenses und dem grössten Korallenriff-Komplex Südamerikas.

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PARNAÍBA

(Hauptstadt João Pessoa)
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Gelegen im östlichsten Teil beider Amerikas, mit vielen schönen Stränden und warmem Wasser, windungsreichen Flüssen, Mangroven und Restbeständen des immergrünen Atlantischen Regenwaldes. Die Hauptstadt, João Pessoa, ist die drittälteste Stadtgründung von Brasilien und die zweit-grünste, mit vielen Parks und bepflanzten Anlagen.

Die Küste bietet Strände für fast jeden Geschmack. Für Nudisten den Strand von Tambaba, in der Stadt Conde, oder für Surfer den Strand Baia da Traição, weiter nördlich. Paraíba bietet viel Kultur: koloniale Häuser und barocke Kathedralen und Kirchen, Felsmalereien und Inschriften des Pedra do Ingá, Spuren und Fussabdrücke von Sauriern in der Stadt Sousa, einem von Brasiliens interessantesten prähistorischen Fundstätten.

PERNAMBUCO

(Hauptstadt Recife)
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Einer der ältesten und wichtigsten Staatsgründungen Brasiliens. Historisches und kulturelles Erbe seiner Kolonisatoren und spezielle Empfehlung für den Besucher Brasiliens. Die Hauptstadt Recife, mit ihrer wieder belebten Down-Town-Atmosphäre, den zahlreichen Kanälen, die ihr auch den Namen “Venedig des Nordostens” eingebracht haben, den vielen Brücken und den Stränden mit Natur-Pools und unzähligen anderen Freizeit-Möglichkeiten, ist eins der ersten Zentren für neue brasilianische Musik und, darüber hinaus, die drittbeste Stadt Brasiliens hinsichtlich ihres gastronomischen Angebots.

Ganz nahe bei Recife liegt Olinda. Das kleine Städtchen wurde von der UNESCO zum “Historischen und Kulturellen Erbe der Menschheit” gekürt. Es bewahrt zwischen den Hügeln, in seltener Vollkommenheit, die alten Kolonial-Gebäude und Monumente aus der brasilianischen Geschichte.

Die nördlichen Strände von Pernambuco bilden den grössten Komplex für nautischen Sport im Nordosten. Und die südlichen, wie zum Beispiel Porto Galinhas, sind bezaubernd, mit ihrem warmen Wasser in den von der Natur geformten Pools an der von Kokospalmen begrenzten Küste.

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FERNANDO DE NORONHA

Vor der Küste von Pernambuco liegt dieser Archipel – etwa 50 Flugminuten von Natal oder Recife entfernt. Eine Welt für sich und ein wahres Paradies für den Naturliebhaber: Neben der Hauptinsel sind die kleineren Inseln Frade, Dois Irmãos, Rata, Meio, Sela Gineta und Rasa erwähnenswert. Tausende von Seevögeln nisten auf ihnen.

Die Strände sind menschenleer, Delphine begrüssen die per Boot ankommenden Besucher und der Sonnenuntergang bietet täglich ein hinreissendes Schauspiel. Der Archipel wird inzwischen für fantastische Tauch-Touren angeboten, allerdings nur für kleine und bescheidene Gruppen.
Sehenswertes auf den Inseln Fernando de Noronha

PIAUÍ

(Hauptstadt Teresina)
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Der Bundesstaat mit den zahlreichsten archäologischen Fundstätten Brasiliens. Seine Hauptstadt Teresina, liegt am Rio Poty und befindet sich im Zentrum des Bundesstaates.

Im Süden, der Serra do Capivara, wurden die Reste des ältesten Bewohner beider Amerikas entdeckt – im Ort Raimundo Nonato. Mehr als 35 archäologische Fundstätten wurden zur Erforschung katalogisiert. Im Nationalpark von Sete Cidades gibt es interessante Felsformationen und Überreste von antiken Zivilisationen.

Der relativ kleine, nur 66 km lange Küstenstreifen, hat es in sich: er bietet bewundernswert saubere Strände, umgeben von einer grossen Zahl Lagunen, Flussbänken, Dünen und Mangrovewäldern. Die Potinho-Lagune in Parnaibá ist besonders bemerkenswert wegen ihrer riesigen weissen Sanddünen und dem dort so faszinierenden Sonnenuntergang. Das Delta von Parnaíba ist ein ökologisches Sanktuarium: Geformt von 80 grossen und kleineren Inseln, Seen, Wasserfälle, Hochplateaus, Cerrados und Caatingas bilden zusammen eine Vielfalt von Natur-Attraktionen, die bisher nicht einmal von den Brasilianern entdeckt worden sind.

RIO GRANDE DO NORTE

(Hauptstadt Natal)
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Mit seinen 400 km Küste bietet dieser Bundesstaat sowohl anziehende Strände ausserhalb als auch innerhalb seiner urbanen Strukturen. Die Hauptstadt Natal war einstmals, im Zweiten Weltkrieg, Hauptquartier einer amerikanischen Militärbasis, und noch heute bemerkt man den amerikanischen Einfluss an den Gebäuden und an gewissen Gebräuchen in der Stadt. Das älteste, von Gaspar de Lemos im Jahr 1501 aufgestellte Kreuz Brasiliens, kann man hier besichtigen. Ebenfalls eine Original-Säule aus dem alten römischen Capitol.

Die Strände der Hauptstadt sind für unterschiedliche Wassersportarten ausgerüstet. Am nördlichen Abschnitt befinden sich zahllose Lagunen, umgeben von steilen Sanddünen. Hier üben die Touristen, unter Anleitung der Einheimischen, das “Sand-Surfing” – von der Spitze einer Düne den steilen Sandabhang auf einem Brett hinabzugleiten – bis ins erfrischende Wasser der Lagune. Oder sie machen einen Ausflug per Buggy durch den Dünen-Park. Eine bessere Idee, um den Adrenalin-Schub zu motivieren, gibt es kaum!

Die südlichen Strände bieten dagegen ganz andere Attraktionen: wie zum Beispiel den grössten Cashew-Baum der Welt oder die Raketenabschuss-Basis in Barreira do Inferno, von hier aus werden Satelliten ins All befördert.

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SERGIPE

(Hauptstadt Aracajú)
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Mit nur wenig mehr als 21.000 Quadratkilometern an Gesamtfläche, ist dieser Bundesstaat nicht nur der kleinste des Nordostens, sondern auch von ganz Brasilien. Aber er bietet ein enormes touristisches Potential!

In der Hauptstadt Aracaju gibt es an dem beleuchteten Strand eine Infrastruktur für nächtliche Badegäste und Sportfans.

Im Norden wird der Strand von Pirambu als eines der Hauptquartiere des Tamar-Projekts beschützt, wo man sowohl der Welt kleinste als auch grösste Schildkrötenart bewundern kann. In Canindé, am Rio São Francisco, hat man den Fluss gestaut, um Elektrizität zu erzeugen, innerhalb einer fantastischen Landschaft.

Eine Reise durch die Canyons des São Francisco zum Xingó-See ist herrlich beeindruckend. Die historische Stadt São Cristóvão beherbergt ein Museum Sakraler Kunst, welches zu den besten seiner Art zählt.