„Alte Dame“ ist neueste Touristenattraktion São Paulos

Veröffentlicht: 22. Oktober 2015 - 09:33h | Aktualisiert: 22. Oktober 2015 - 09:34h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Trem Prefeitura de Guararema SPDer Bundesstaat São Paulo hat eine neue Touristenattraktion, den “Trem de Guararema“. Der von einer Dampflok gezogene Zug wartet mit drei historischen Wagons aus den 30er Jahren auf, die 150 Menschen Platz bieten.

Ihre Jungfernfahrt hat die “Velha Senhora“ (alte Dame) bereits mit Bravour bestanden. Angeführt wird sie von einer “Maria Fumaça 353”, einer restaurierten Dampflok. Sie ist die größte Dampflokomotive, die in Brasilien im Einsatz ist und wurde 1927 in den USA hergestellt. Auf Nostalgie wurde ebenso bei den Wagons gesetzt, die aus dem Jahrzehnt um 1930 stammen.

Zustande gekommen ist das Projekt in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Guararema, verschiedenen Behörden, der Privatinitiative und einem Verein zum Erhalt der Eisenbahnen. Teile der 1876 angelegten Bahnstrecke “Estrada de Ferro Central do Brasil“ wird nach wie vor befahren. Derzeit wird sie allerdings lediglich von zwei Zügen benutzt, die Zellulose transportieren.

Die “Velha Senhora“ soll künftig indes an den Wochenenden und Feiertagen zum Einsatz kommen und Touristen ein Gefühl von längst vergangenen Zeiten vermitteln. Verkehren wird sie zwischen dem Bahnhof Central und Luís Carlos auf einer Strecke von 5,5 Kilometern.

Das Projekt ist als Pilotprojekt gedacht und soll andere Munizipe zur Nachahmung anreizen. Geplant sind zudem begleitende kulturelle und Kunstveranstaltungen, die sich um die Geschichte Guararemas und die des Bahntransportes drehen.

Guararema gehört zum Großraum São Paulos und liegt etwa 76 Kilometer von der Megametropole entfernt im malerischen Tal Vale do Paraíba. Ein Großteil des Munizips ist mit dem Atlantischen Regenwald bestanden, der etliche Wildtiere beheimatet.

Derzeit sind in ganz Brasilien 14 touristische Züge in den fünf Bundesstaaten Minas Gerais, Rio Grande do Sul, Santa Catarina, São Paulo und Espírito Santo im Einsatz.