Amazonas-Hauptstadt besonders bei Amerikanern, Schweizern und Deutschen beliebt

Veröffentlicht: 30. Oktober 2015 - 21:27h | Aktualisiert: 30. Oktober 2015 - 21:27h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Das Teatro Amazonas ist ein Opernhaus in Manaus, Brasilien. Am 31. Dezember 1896 eingeweiht, wurde es durch die Einnahmen des Kautschukbooms finanziert. Der Film Fitzcarraldo von Werner Herzog aus dem Jahr 1982 machte das Teatro Amazonas wieder in Deutschland bekannt. Außerdem hat Sharon Lockhart 1999 den Film Teatro Amazonas veröffentlicht und hatte von Juni bis August 2000 eine Ausstellung über dieses Opernhaus im Kunstmuseum Wolfsburg. Die Geschichte dieses Opernhauses begann, als der Abgeordnete Antônio José Fernandes Júnior das Projekt 1881 vorschlug und es genehmigt wurde. Den Auftrag zur Planung des architektonischen Werks erhielt 1883 das Gabinete Português de Engenharia e Arquitetura (Portugiesisches Büro für Ingenieurwesen und Architektur) aus Lissabon. Der erste Spatenstich verzögerte sich aufgrund von Debatten über die Finanzierung um ein Jahr. Aus demselben Grund wurden die Bauarbeiten zwischen 1886 und 1893 unterbrochen. Architekten, Baumeister, Maler und Künstler wurden aus ganz Europa engagiert. Der in Paris lebende Brasilianer Crispim do Amaral aus Pernambuco gestaltete das Innere des Theaters, während sich der Italiener Enrico Mazolani um das Äußere kümmerte. Das Haus wurde am 31. Dezember 1896 eingeweiht, die erste Opernaufführung war am 7. Januar 1897 die Premiere der Oper „La Gioconda“ von Amilcare Ponchielli. Die neobarocke Haupthalle ist für 701 Zuhörer ausgelegt.[1] Die Decke ist durch das Bild „A Glorificação da Belas Artes na Amazônia“ (Zum Ruhm der Schönen Künste in Amazonien) von Domenico de Angelis geschmückt. Die Pflastersteine rund um das Gebäude wurden eigens aus einem Sand-Kautschuk-Gemisch angefertigt, um die Vorführungen nicht durch die vorbeifahrenden Pferdefuhrwerke zu stören. Ein Großteil der Baumaterialien wurde aus Europa importiert. So wurden beispielsweise die Kacheln der Kuppel aus Deutschland und die Pflastersteine vor dem Theater aus Portugal eingeführt. Aufgrund des Kurssturzes bei

Das Teatro Amazonas ist ein Opernhaus in Manaus, Brasilien. Am 31. Dezember 1896 eingeweiht, wurde es durch die Einnahmen des Kautschukbooms finanziert.
Der Film Fitzcarraldo von Werner Herzog aus dem Jahr 1982 machte das Teatro Amazonas wieder in Deutschland bekannt. Außerdem hat Sharon Lockhart 1999 den Film Teatro Amazonas veröffentlicht und hatte von Juni bis August 2000 eine Ausstellung über dieses Opernhaus im Kunstmuseum Wolfsburg.
Die Geschichte dieses Opernhauses begann, als der Abgeordnete Antônio José Fernandes Júnior das Projekt 1881 vorschlug und es genehmigt wurde. Den Auftrag zur Planung des architektonischen Werks erhielt 1883 das Gabinete Português de Engenharia e Arquitetura (Portugiesisches Büro für Ingenieurwesen und Architektur) aus Lissabon. Der erste Spatenstich verzögerte sich aufgrund von Debatten über die Finanzierung um ein Jahr. Aus demselben Grund wurden die Bauarbeiten zwischen 1886 und 1893 unterbrochen. Architekten, Baumeister, Maler und Künstler wurden aus ganz Europa engagiert. Der in Paris lebende Brasilianer Crispim do Amaral aus Pernambuco gestaltete das Innere des Theaters, während sich der Italiener Enrico Mazolani um das Äußere kümmerte. Das Haus wurde am 31. Dezember 1896 eingeweiht, die erste Opernaufführung war am 7. Januar 1897 die Premiere der Oper „La Gioconda“ von Amilcare Ponchielli. Die neobarocke Haupthalle ist für 701 Zuhörer ausgelegt.[1] Die Decke ist durch das Bild „A Glorificação da Belas Artes na Amazônia“ (Zum Ruhm der Schönen Künste in Amazonien) von Domenico de Angelis geschmückt. Die Pflastersteine rund um das Gebäude wurden eigens aus einem Sand-Kautschuk-Gemisch angefertigt, um die Vorführungen nicht durch die vorbeifahrenden Pferdefuhrwerke zu stören. Ein Großteil der Baumaterialien wurde aus Europa importiert. So wurden beispielsweise die Kacheln der Kuppel aus Deutschland und die Pflastersteine vor dem Theater aus Portugal eingeführt.
Foto: Jens Nieswanst / Fotolia.com

Knapp eine Millionen Menschen aus der ganzen Welt haben im vergangenen Jahr die Amazonas-Hauptstadt Manaus besucht. Amerikaner, Deutsche und Schweizer stellen dabei die Hauptgruppe der Gäste. Im Monat Oktober hat der “Porto de Lenha“ (Holzhafen), wie Manaus auch genannt wird, mit etlichen Eventen seine Gründung im Jahr 1669 gefeiert.

Vor allem die Ökotouristen zieht es nach Manaus und Region, wie aus einem Bericht des Tourismusministeriums hervorgeht. Die Amazonas-Hauptstadt hat jedoch auch etliche historische und kulturelle Attraktionen zu bieten. Eine Sehenswürdigkeit ist das 1896 eingeweihte “Teatro Amazonas“, das nicht nur große Schauspiele bietet, sondern ebenso durch seine Architektur besticht. In der Altstadt hebt sich der imposante im Jahr 1900 erbaute “Palácio da Jusiça” (Justizpalast) hervor.

Seinen 346. Geburtstag hat Manaus über die Oktoberwochen hinweg mit kulturellen Eventen, Musik-Konzerten, Theater, Kinderchor, Filmvorführungen, Kunstworkshops und Spielen für die Kinder gefeiert. Einen Tag lang gesperrt wurde die Avenida Itaúba, die sich in eine Bühne verwandelt hatte. Sie stand im Zeichen des „boi-bumbá“, eine Tradition der Amazonas-Region, die auf Legenden des Regenwaldes zurückgeht. Eine besondere Aktion gab es für die Schüler Manaus. Sie konnten sich am „Caminhando por Manaus“ beteiligen, eine Tour durch die Stadt, bei der die Sehenswürdigkeiten und Geschichte im Mittelpunkt standen.

Hoch im Kurs steht bei den Touristen die Küche der Amazonas-Hauptstadt, die mit ihrem indigenen Einfluss einige Besonderheiten aufweist. Ein beliebter Imbiß ist das “x-caboquinho“, ein Sandwich. Das ist mit Früchten der Tucumã-Palme, Quarkkäse und frittierten Bananen bestückt.