Besucherboom in Brasiliens Nationalparks

Veröffentlicht: 5. April 2018 - 07:25h | Aktualisiert: 5. April 2018 - 07:26h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Die Nationalparks Brasilien werden bei Touristen immer beliebter. Noch nie wurden sie von so vielen Naturliebhabern besucht wie 2017. Nach Angaben des staatlichen Umweltinstitutes ICMBio sind 2017 in den ihm unterstellten Schutzgebieten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent mehr Besucher gezählt worden.

Chapada dos Veadeiros – Foto: Embratur

Laut ICMBio-Präsident Ricardo Soavinski haben 10,73 Millionen Menschen die Naturattraktionen bestaunt. Insgesamt gibt es in Brasilien 71 Nationalparks, die vom ICMBio betreut werden. Mit Ausnahme der Pampas Gaúchos im Süden decken sie sämtliche Biome des Landes ab.

Die meisten befinden sich im Atlantischen Regenwald. Dort sind 24 Nationalparks als Schutzgebiete und für den Öko-Tourismus ausgewiesen. 20 befinden sich im Amazonas-Regenwald, 15 im Cerrado, acht in der Caatinga und einer im Pantanal. Hinzu kommen drei Marine Nationalparks.

Das Potential Brasiliens in Sachen Öko-Tourismus ist enorm. Dass die Besucherzahlen in den Nationalparks im Vergleich mit anderen Ländern dennoch gering sind, liegt vor allem an Strukturproblemen.

Nicht alle sind, wie der Parque Nacional do Iguaçu, Fernando de Noronha oder der Parque Nacional da Tijuca in Rio de Janeiro, mit einer entsprechenden Infrainstruktur ausgestattet. Manche sind zudem schwer zu erreichen.

Um dies zu verbessern ist eigens ein Fonds eingerichtet worden, in den Zahlungen von Ausgleichsmaßnahmen und Bußgeldern fließen. Er soll bei der Sturkturierung der Parks helfen. Derzeit wird zudem die Vergabe von Konzessionen für 18 Nationalparks analysiert.

Fest steht, dass die Nationalparks für den Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt eine wichtige Rolle spielen. Sie dienen darüber hinaus Studienzwecken.