Brasilien als Reiseland bei Schwulen und Lesben geschätzt

Veröffentlicht: 13. Juni 2015 - 08:53h | Aktualisiert: 13. Juni 2015 - 08:54h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Rainbow flag proudly waving against the blue sunny skies

Regenbogen Flagge | Foto: otonen Fotolia.com

Brasilien und die USA sind die Länder, die am meisten vom LGBT-Tourismus profitieren. Das Tourismussegment mit Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen soll nach Daten des World Travel EC1 Tourism Council 2015 mit 10,3 Prozent ein Wachstum verzeichnen. Die Prognosen liegen dabei mehr als doppelt so hoch ist, wie für den gesamten Markt vorher gesagt werden.

In Brasilien ist der LGBT-Tourismus seit Jahren steigend. Erwähnt werden in dem Zusammenhang auch die Gay-Paraden, die in mehreren Städten des südamerikanischen Landes stattfinden. Die größte unter ihnen zieht in São Paulo jährlich über zwei Millionen Menschen an. Sie gilt ebenso als größte Gay-Parade der Welt und sorgt in der Megametropole für Einnahmen in Höhe von umgerechnet etwa 60 Millionen Euro.

Darüber hinaus weist Brasilien etliche Reiseziele auf, die das Gay-Publikum besonders anziehen. Vom Trip Out Gay Travel wurde Rio de Janeiro bereits zum weltweit sexiesten Reiseziel der Lesben und Schwulen gewählt. Aber auch in anderen Regionen des Landes, wie im Amazonasgebiet, in Bahia oder im Süden Brasiliens, gewinnt die Nische immer mehr an Bedeutung.

Laut Schätzungen sollen 26 Prozent der Touristen São Paulos, Rio de Janeiros, Florianópolis, Salvadors, Fortalezas und Manaus dem LGBT-Publikum angehören. Das gilt als besonders anspruchsvoll, was den Respekt ihnen gegenüber und die Sicherheit betrifft. Allerdings haben sich bereits etliche Einrichtungen darauf eingestellt. Über 6.000 brasilianische Hotels und Herbergen sind bereits bei Agenturen registriert, die sich auf die Gays spezialisiert haben.