Brasilien belegt bei Musik-Events weltweit Rang 2

Veröffentlicht: 12. September 2014 - 15:43h | Aktualisiert: 25. September 2014 - 07:05h | Kategorie: Brasilien Reise-News

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMusik-Ikonen sind in Brasilien ein wichtiger Faktor für die Tourismusbranche. Große Konzerte und Festivals haben den Brasilianern im vergangenen Jahr umgerechnet knapp 120 Millionen Euro eingebracht. Weltweit steht das südamerikanische Land auf den zweiten Platz was den Markt von Musik-Events betrifft. Für die kommenden Jahre erhoffen sich die Veranstalter sogar weiteres Wachstum von bis zu 39 Prozent.

In kaum einen Land ist das Angebot an großen und kleinen Musikveranstaltungen so umfangreich wie in Brasilien. „Rock in Rio“, „Lollapalooza“ und das „Festival de Verão de Salvador“ sind nur einige der Beispiele, die tausende inländische und auch ausländische Touristen anziehen. Aber auch Einzelveranstaltungen von brasilianischen und internationalen Musikern der verschiedensten Stilrichtungen wie Rock, Pop, Axê, Musica Popular Brasileira (MPB) oder Sertanejo füllen regelmässig Konzerthallen, Stadien oder extra dafür angelegte Veranstaltungsgelände.

Werden die Ausgaben für die Bewerbung der Events hinzu gezählt, steigen die Einnahmen durch die Musikspektakel im Jahr 2013 auf über 300 Millionen Euro. Spezialisten sehen im Konzertmarkt auch für die Zukunft ein großes Potenzial. Sie rechnen damit, dass die jährlichen Einnahmen bis 2018 bei 165 Millionen Euro liegen werden. Gesetzt wird dabei ebenso auf die für die Fußball-Weltmeisterschaft errichteten Stadien, die als Mehrzweckarenen auch Mega-Events Platz bieten.

Die Branche bewegt nicht nur die Kassen der Veranstalter und die Fans, die zu den Konzerten reisen. Auch der Arbeitsmarkt profitiert von Festivals und Konzerten. Allein beim jüngsten Sommerfestival in Salvador de Bahia sollen 21.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen worden sein. Etwa 120.000 Fans wurden gezählt, denen über 60 Attraktionen der verschiedensten Musikrichtungen geboten wurden. In den Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Santa Catarina bewegt das Festival „Planeta Atlântica“ die Massen. Bereits zum Exportschlager ist „Rock in Rio“ geworden. Zum Original in Rio de Janeiro reisten 2013 etwa 700.000 Menschen. Der wirtschaftliche Einfluss des Festivals auf Hotels, Restaurants, Bars und des Tourismussektors im Allgemeinen wird dabei auf 330 Millionen Euro geschätzt. In São Paulo sorgte Lollapalooza für einen Umsatz von 20 Millionen Euro.