Brasilien investiert in die Kreuzschifffahrt

Veröffentlicht: 14. November 2014 - 00:23h | Aktualisiert: 14. November 2014 - 00:23h | Kategorie: Brasilien Reise-News

cruzeiro-brasilVor wenigen Tagen hat in Brasilien die Kreuzfahrtsaison begonnen. Bis Mitte Mai werden etwa 640.000 Touristen erwartet, die an einer der 239 angebotenen Reisen teilnehmen. Die Kreuzschifffahrt entlang der 8.000 Kilometer umfassenden brasilianischen Küste gilt als aufstrebende Branche. Mit Investitionen und speziellen Reiseführern versucht das brasilianische Tourismusministerium, diesen Sektor zudem noch zu fördern.

Etwa 179 Millionen Euro wurden bereits in die Infrastruktur und den Bau von touristischen Komplexen in den Kreuzfahrthäfen am Meer und auch den Flüssen investiert. Immerhin weist das südamerikanische Land ebenso 35.000 Kilometer beschiffbare Flüsse auf. Der Schwerpunkt liegt jedoch an den Seehäfen der Städte Rio de Janeiro, Santos, Fortaleza, Natal, Recife, Maceio, Vitória und Salvador. Angefahren werden zudem die unter Naturschutz stehende Insel Fernando de Noronha im Norden des Landes und kleinere Häfen wie die Kakaohauptstadt Ilhéus, Búzios, die malerische Bucht mit Angra dos Reis sowie Paraty, Ilha Grande, São Francisco do Sul, Porto Belo, Paranaguá und Rio Grande.

Vertreten sind wie schon in den Vorjahren die Klassiker, die mit einer Silvesterfeier in der Bucht von Rio de Janeiro aufwarten, Karneval oder Weihnachtsfahrten. Angeboten werden darüber hinaus ebenso Kreuzfahrten mit speziellen Themen wie Gourmetreisen, Fitness und Lifestyle, Tanz, Rock und Sertanejo, der brasilianischen Countrymusik. Neu hinzugekommen sind Kreuzfahrten, die sich speziell an Senioren richten.

Laut der brasilianischen Tourismusbehörde Embratur belegt Brasilien momentan den dritten Platz in Hinblick auf das Kreuzfahrtpotential auf den landeseigenen Flüssen. Allerdings sind diese abgesehen von den Angeboten auf dem Amazonas und einigen wenigen Wasserstraßen im Pantanal bislang wenig bekannt. Bei den Atlantik-Kreuzfahrten gilt Brasilien nach Angaben der Embratur hingegen als einer der größten Märkte.