Brasilien ist reisefreundlichstes Land Lateinamerikas

Veröffentlicht: 12. Mai 2015 - 13:39h | Aktualisiert: 12. Mai 2015 - 13:39h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Man Relaxes in Hammock on Brazilian BeachBeim Ranking der touristenfreundlichsten Länder nimmt Brasilien weltweit den 28. Platz ein. Innerhalb Lateinamerikas steht es indes an der Spitze, wie aus dem „Travel & Tourism Competitiveness Report 2015“ hervorgeht, der vom Weltwirtschaftsforum (WEF) alle zwei Jahre erstellt wird. Beeindruckt hat Brasilien vor allem mit seinen vielfältigen natürlichen und kulturellen Attraktionen.

Einen positiven Impuls hat das südamerikanische Land mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 erhalten. Mit Investitionen in Millionenhöhe wurden Stadien gebaut, Flughäfen erweitert und die Infrastruktur ausgebaut. Auch die Olympiade 2016 in Rio de Janeiro zeigt schon jetzt Wirkung. Während die Infrastruktur eins der großen Probleme Brasiliens ist, belegte das Land bei der Infrastruktur der Flughäfen dieses Mal den 41. Platz, bei den Sportstadien liegt es auf dem 3. Platz. Unter den Top Ten ist es auch dabei, was internationale Veranstaltungen und Treffen anbelangt. Mit seinem immensen Reichtum an Biodiversität und natürlichen Ressourcen steht es an der Spitze.

Schlecht schneidet Brasilien indes bei der Bewertung des Arbeitsmarktes, der Gewalt, steuerlicher Belastung und den Visumsvorschriften ab (Platz 102). Bei der Verteilung der Flughäfen liegt es auf dem 103. Rang. Keine guten Noten gab es ebenso bei der Bewerbung des Landes. Auch wenn das brasilianische Tourismusministerium in den vergangenen Jahren seine Anstrengungen erhöht hat, das Land als Reiseziel bekannter zu machen, hat es in dem Report bei diesem Punkt lediglich den 124. Platz geschafft. Kritik gab es auch gegenüber der hohen Gewalt- und Kriminalitätsrate.

Insgesamt zeigt der Report, dass Brasilien ein enormes Potential im Tourismusbereich hat. Im Jahr 2014 hat die Reise- und Tourismusbranche mit 76 Milliarden US$ 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entsprochen und für drei Millionen Arbeitsplätze gesorgt.

Die Studie untersucht 14 verschiedene Aspekte, unter anderem die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Tourismus sowie die Attraktionen, die das Land zu bieten hat. Zwei Drittel der in die Analyse einfließenden Daten stammen dabei aus Statistiken, ein Drittel geht auf auf eine Umfrage unter 15.000 Experten zurück. Bewertet worden sind 141 Länder.