Brasilien setzt auf nachhaltigen Tourismus in der Natur

Veröffentlicht: 19. August 2015 - 12:49h | Aktualisiert: 19. August 2015 - 12:50h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Passaporte VerdeDie überschwengliche Natur ist eine der größten Touristenattraktionen Brasiliens. Mit seiner über 7.400 Kilometer langen Küste, fünf verschiedenen Biomen und zahlreichen Nationalparks hat das südamerikanische Land einiges zu bieten. Mit speziellen Aktionen will das Tourismusministerium deshalb auch den nachhaltigen Tourismus ausbauen und fördern.

Laut dem Weltwirtschaftsforum steht Braslien unter 141 Ländern als Land mit den meisten Naturressourcen auf dem ersten Platz. Die finden auch bei Touristen immer mehr Beachtung. In den Nationalparks werden von Jahr zu Jahr höhrere Besucherzahlen registriert. An erster Stelle steht dabei der Nationalpark Tijuca in Rio de Janeiro. Allein im vergangenen Jahr wurde er von drei Millionen Touristen besucht. Hoch im Kurs stehen auch die beeindruckenden Wasserfälle von Foz do Iguaçu und der dortige Park. Dort sind 2014 etwa 1,5 Millionen Besucher gezählt worden.

Aber auch in den Städten wird mehr und mehr auf den Umweltschutz gesetzt. Eins der Beispiele ist die südbrasilianische Stadt Curitiba. Sie ist wegen ihrer zahlreichen Parkanlagen, den Alleen und einem ausgeklügtelten öffentlichen Transportsystems als Ökohauptstadt bekannt. Gesetzt wird in Curitiba auch auf die getrennte Müllsammlung und das Recycling.

Beworben wird der nachhaltige Tourismus in Brasilien unter anderem mit dem “Passaporte Verde“ (Grüner Pass). Er wird vom Tourismusministerium in Partnerschaft mit dem UN-Programm für den Umweltschutz (Pnuma) herausgegeben. Mit dem Pass erhalten die Touristen Tipps, wie sie zum Umweltschutz und zum nachhaltigen Tourismus beitragen können. Darüber hinaus werden Routen vorgestellt, die sich der Nachhaltigkeit und der Ökologie angenommen haben.

Mittlerweile gibt es ebenso einige Strände und Häfen, die das Umwelt-Gütesiegel “Blaue Flagge“ der Foundation for Environmental Education (FEE) erhalten haben. Erneuern wollen das Siegel die Strände Praia do Tombo im Munizip Guarujá, Prainha in Rio de Janeiro sowie die Marina Costabella in Agra dos Reis und die Marinas Nacionais in Guarujá. Kandidaten für die “Blaue Flagge“ sind ebenso die Strände Palmas in Governor Celso Ramos, Ponta de Nossa Senhora do Guadalupe in Salvador und Remanso in Rio de Janeiro.

Als Süßwasserstrände haben sich darüber hinaus Lago do Peri in Florianópolis und Lagoa do Iriry in Rio das Ostras beworben. Bei dem jährlich verliehenen Gütesiegel werden Kriterien bewertet wie die Wasserqualität, das Umweltmanagement und die Sicherheit.