Brasilien will Tourismus stärker mit kulinarischen Genüssen bewerben

Veröffentlicht: 19. März 2015 - 06:44h | Aktualisiert: 19. März 2015 - 06:44h | Kategorie: Brasilien Reise-News

visitbrasil_12120899096Der brasilianische Tourismusminister Vinicius Lages will den Tourismus künftig stärker mit den kulinarischen Genüssen verbinden, die Brasilien zu bieten hat. Darüber hinaus vertritt er eine Entbürokratisierung bei den Reisevisem, eine Verbesserung der Infrastruktur von Flughäfen, Häfen und Straßen sowie ebenso der Breitbandtechnologie für das Internet, wie er bei einer öffentlichen Anhörung der Kommission für regionale und touristische Entwicklung (CDR) ausführte.

Als weltweit größter Produzent von Nahrungsmitteln sollte Brasilien stärker in den gastronomischen Bereich investieren, um mehr Besucher anzuziehen, so Lages. Als Beispiel nannte er das gastronomische Festival “Mistura”, das jährlich in Peru stattfindet und nicht nur die Küche des Landes bewirbt, sondern auch Touristen aus aller Welt anzieht. Doch auch das riesige Brasilien hat einen wahren Schatz an kulinarischen Köstlichkeiten zu bieten. Der soll in Zukunft stärker beworben werden, ist er doch auch Asdruck der reichhaltigen Kultur des Landes.

Veränderungen wünscht sich Lages ebenso bei der Visumspolitik Brasiliens. Geht es nach ihm, soll die Einreise für Touristen erleichtert werden. Als Beispiel nannte er das elektronische Visum, das derzeit angesichts der bevorstehenden Olympiade in Rio de Janeiro 2016 im Gespräch ist.

Notwendig ist zudem der Ausbau der Infrastruktur, sei es bei den Flughäfen, den Häfen oder dem Straßennetz. Auch bei den Nationalparks und ökologischen Schutzgebieten sieht Lages ein weiteres Potential. Allerdings kritisiert er deren teilweise fehlende oder mangelhafte Struktur, wie Wanderpfade und Touristenzentren. Ein Problem beim Ausbau der Nationalparks zu Touristenattraktionen ist die Gesetzgebung, durch die Eingriffe in die Schutzgebiete erschwert werden, wie Lages beklagt.

Der Tourismus ist für 3,7 Prozent des brasilianischen Bruttoinlandproduktes verantwortlich und sorgt für einen Umsatz von umgerechnet etwa 65 Milliarden Euro. Seit 2003 wurde ein stetiger Zuwachs bei der Zahl der ausländischen Besucher verzeichnet. Sie ist zwischen 2003 und Ende 2014 von jährlich 4,1 Millionen auf sechs Millionen gestiegen, die von ihnen ins Land gebrachten Devisen von 2,4 Milliarden Dollar auf 6,9 Milliarden Dollar.