Festival zu Ehren der Pequi-Frucht im Norden Minas Gerais eröffnet

Veröffentlicht: 6. Dezember 2014 - 12:08h | Aktualisiert: 6. Dezember 2014 - 12:08h | Kategorie: Brasilien Reise-News

montes-claros-pequiWer durch Brasilien reist, begibt sich gleichzeitig ebenso auf eine kulinarische Reise. Jede Region des riesigen Landes bietet typische Gerichte. Um eine dieser kulinarischen Besonderheiten dreht sich auch das Pequi-Fest, das am Donnerstag (4.) in Montes Carlos feierlich eröffnet wurde. Vier Tage lang dreht sich dabei alles um die gastronomische Kunst verbunden mit der Pequi-Frucht und die Volksmusik Brasiliens, dem Sertaneja.

Der Pequizeiro ist ein einheimischer Baum des brasilianischen Cerrado. Seine gelben Früchte werden viel in der traditionellen Küche verwendet, sei es im Risotto, zusammen mit Fleisch, Huhn, Fisch oder in einer Nudelsoße. Hergestellt wird daraus ebenso ein Öl und ein aromatischer Likör. Im Norden des Bundesstaates Minas Gerais wird der Frucht zu Ehren das Pequi-Fest abgehalten, das jedes Jahr tausende Einheimische und Touristen anzieht.

Angeboten werden dabei nicht nur die verschiedensten Pequi-Gerichte, sondern ebenso Kochkurse, um die traditionellen Rezepte und auch neueste Kreationen zu erlernen. Auf dem Programm stehen ebenso Vorträge zur Slow-Food-Bewegung sowie über die Pflege des Pequi-Baumes und seine Bedeutung für die soziale Gemeinschaft. Schließlich gilt der Baum unabhängig von seinem Standort generell als Gemeinschaftsgut. Buchvorstellungen, Tanzabende und Kochwettbewerbe sind weitere Attraktionen der mehrtägigen Veranstaltung. Einer der Höhepunkte ist ebenso das Abschlussfest am Sonntag, bei dem 20 Sertaneja-Duos auftreten werden.

Das Munizip Montes Claros wartet neben dem Fest in der Vorweihnachtszeit ganzjährig mit zahlreichen touristischen Sehenswürdigkeiten auf. So können bei einem Besuch faszinierende Höhlen mit unterirdischen Flüssen, klare Bergbäche, Wasserfälle in der hügeligen Landschaft als auch über hundert archäologische Grabungsstätten erkundet werden.