Im Urlaub Käse herstellen und mit den Fischern aufs Meer fahren

Veröffentlicht: 26. November 2015 - 13:35h | Aktualisiert: 26. November 2015 - 13:35h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Sein eigenes Andenken töpfern, ein Orchester dirigieren oder mit den Fischern aufs Meer fahren, sind einige der Angebote, mit denen die Südbrasilianer ihren Gästen einen besonderen Urlaub bieten wollen. Im Bundesstaat Santa Catarina wird der Erfahrungsurlaub als Ergänzung zu Strand und Landtourismus gesehen.

Das im Süden gelegene Santa Catarina ist vor allem durch seine Inselhauptstadt Florianópolis und seine Strände bekannt. Jetzt soll der Tourismus jedoch abseits der bisher bekannten Routen gefördert werden. Als Konzept dient der Erfahrungsurlaub, bei dem die Reisenden zu Akteuren werden.

“Turismo de Experiência“ heißt das Programm, das von der Handelsvereiinigung Sebrae ins Leben gerufen wurde. Bereits 50 kleine Firmen beteiligen sich daran. Sie wollen zwischen Strand und Bergen den Tourismus besondere Aktionen bieten. Im Vordergrund stehen die Wurzeln der Bevölkerung, die unter anderem auf den Azoren und in Italien liegen, sowie der Weinanbau und die Gastronomie.

Beteiligt ist beispielsweise ein Künstleratelier, das eine Führung durch das historische Zentrum der Stadt São José und eine Töpferei bietet. Als Höhepunkt können die Besucher in der Töpferei selbst Hand anlegen. Bei einem anderen Projekt führt der Dirigent des Orquestra Filarmônica Serra Catarinense die Touristen in die Kunst des Dirigierens ein und lässt sie das Orchester leiten.

Ein besonderes Erlebnis wird bei einem Ausflug mit ortsansässigen Fischern geboten. “O homen do mar“ (Der Mann des Meeres) ist dieser überschrieben. Bei ihm können die Teilnehmer hautnah die Arbeit der Fischer miterleben, beim Netzeinholen helfen und ebenso mit den Fischen auf Tauchgang gehen.

Beim Pfad der Sinne (Trilha sensorial) gibt es neben einem Naturerlebnis mitten im Grünen eine kleines klassisches Konzert. Hineinschnuppern können die Touristen in die Käseherstellung, die Kultur der japanischen Einwanderer und die Schokoladenproduktion.