Impfempfehlung gegen Gelbfieber in ländlichen Bereichen

Veröffentlicht: 14. Januar 2017 - 10:37h | Aktualisiert: 14. Januar 2017 - 10:37h | Kategorie: Brasilien Reise-News

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In zwei Regionen Brasiliens sind in den vergangenen Wochen gehäuft Fälle von Gelbfieber aufgetreten. Betroffen sind ländliche Bereiche und Kleinsiedlungen in Wäldern, während die unter Umständen tödlich ausgehende Krankheit in Städten des südamerikanischen Landes schon seit Jahrzehnten nicht mehr registriert worden ist.

Anfang Januar wurden die ersten bestätigten Gelbfieberfälle im Bundesstaat Minas Gerais bekannt. Sorgen bereitet den Behörden die schnelle Ausbreitung. In nur vier Tagen sind die Zahlen im Osten von Minas Gerais von 23 Verdachtsfällen und 14 Toten auf 133 Verdachtsfälle und 38 Todesopfer gestiegen.

Im Bundesstaat São Paulo wurde im Munizip Ribeirão Preto vor wenigen Tagen ein Fall bestägt. Betroffen war ein 52-Jähriger, der im ländlichen Bereich gelebt hat. Er ist der Krankheit am zweiten Weihnachtsfeiertag erlegen. Festgestellt wurde in der Region ebenso ein Affensterben.

Primaten können indirekte Überträger sein. Sind sie vom Flavivirus befallen und werden von einer Mücke gestochen, kann das Insekt bei seinem nächsten Stich das Gelbfieber an Menschen weitergeben.

Wer in ländliche oder bewaldete Regionen im Osten des brasilianischen Bundesstaates Minas Gerais oder in das Umland von Ribeirão Preto reisen will, sollte deshalb vorsorgen und sich gegen Gelbfieber impfen lassen. Die Impfung besteht aus zwei Dosen und sollte mindestens zehn Tage vor Abflug beendet sein.

Ungeachtet dessen, bleibt die Empfehlung zum Schutz gegen Mückenstiche aufrecht erhalten: langärmelige Kleidung, Insektenschutzmittel und Moskitonetze. Sie dienen nicht nur zur Vorbeugung der Ansteckung mit Gelbfieber, sondern auch vor Dengue, Zika und Chikungunya, die ebenso durch Mückenstiche übertragen werden.