In Sorocaba können Touristen in die Welt der „tropeiros“ eintauchen

Veröffentlicht: 11. Dezember 2014 - 17:39h | Aktualisiert: 11. Dezember 2014 - 17:39h | Kategorie: Brasilien Reise-News

48807Wer Ausflüge hoch zu Pferd liebt, den erwartet in Brasilien ein ganz besonderes Erlebnis. Dort werden Reitexkursionen auf den Spuren der “tropeiros” angeboten, den Trappern, die einst Gold und Edelsteine vom Landesinneren an die Küste und Waren in die Siedlungen gebracht haben. Um die Tradition der tropeiros zu erhalten und den Tourismus zu fördern wurde nun in der Stadt Sorocaba ein Studienzentrum errichtet, das sich ausschließlich diesem Thema widmet.

In den vergangenen Jahrhunderten waren die tropeiros unerläßlich für den Transport von Waren, Gold, Rindern und auch Sklaven, wie etwa vom Süden des Landes bis nach São Paulo oder von Rio de Janeiro aus bis nach Minas Gerais. Mehrere tausend Kilometer legten die tropeiros per Pferd zurück. Entlang der Wege der tropeiros haben sich etliche Städte gebildet. Auch Sorocaba in der Nähe von São Paulo geht auf sie zurück.

Entlang einiger dieser einst wichtigen Wirtschaftsachsen werden heute Ausflüge und Abenteuer per Pferd und Muli angeboten. Auf dem Programm stehen dabei Mondscheinausflüge hoch zu Ross sowie ebenso mehrtägige Exkursionen mit Übernachtungen im Freien und Lagerfeuerromantik. Bekannt ist Sorocaba ebenso für sein Festival, der Woche der tropeiros, bei dem Anhänger dieser Tradition aus Nah und Fern anreisen sowie ebenso Neugierige und Touristen. Aufgewartet wird unter anderem mit einem bunten Markt, Musikveranstaltungen und einer Pferdeweihe.

Das jetzt gegründete Zentrum zur geschichtlichen Erforschung der Wege der Tropeiros (Cehicat) in Sorocaba will nicht nur die Tradtion aufrecht und die Geschichte um das einstige Transportsystem Brasiliens lebendig erhalten, sondern künftg auch weitere Aktivitäten bieten. Geplant ist zudem eine Sammlung von historischen und neuen Fotograpphien und Filmen sowie eine Bibliothek, die sich rund um das Thema des tropeirismo dreht. Schon bei der nächsten „tropeada“ Itararé-Sorocaba im Mai 2015 will das Cehicat Preise an die Teilnehmer vergeben, wie für das schönste Muli, den am traditionellsten gekleideten Reiter oder das bestgeschmückteste Pferd.