Kirchen und Tempel ziehen in Brasilien immer mehr Touristen an

Veröffentlicht: 8. September 2014 - 22:41h | Aktualisiert: 8. September 2014 - 22:47h | Kategorie: Brasilien Reise-News

basilika-aparecidaDer Glaube bewegt auch in Brasilien die Menschenmassen. Jährlich ziehen Wallfahrtsorte, Tempel, Kirchen, Moscheen und religiöse Feste etwa 15 Millionen Menschen an. Die Motive für diesen Kulturtourismus sind vielfältig, seien es theatralisch gestaltete Kreuzwege, Blumenteppiche zu Fronleichnam, die heilversprechenden Kräfte der Madonnen und Heiligen oder Ruhe spendende buddhistische Tempel.

Viele der großen Kirchen Brasiliens sind bestens darauf vorbereitet, zehntausende Menschen aufzunehmen, wie beispielsweise die Basílica de Aparecida im Bundesstaat São Paulo. Nach dem Petersdom im Vatikan ist sie das zweitgrößte katholische Gotteshaus der Welt. In ihrem Inneren bietet die neoromanische Basilika 35.000 Menschen Platz. Mit Übertragungen im Freien können jedoch 300.000 Gläubige die Messen verfolgen. Sie weist zudem eine umfangreiche Struktur für Wallfahrer auf. Allein zu dieser Basilika, die der „Nossa Senhora da Conceição Aparecida“ (Unserer Lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis) geweiht ist, pilgern jährlich etwa neun Millionen Menschen.

Der buddhistische Tempel Zulai in Cotia (São Paulo) sowie der Tempel Odsal Ling in Três Coroas im Süden Brasiliens sind weitere religiöse Ziele zehntausender Menschen. In Foz do Iguaçu (Paraná) zieht nicht nur das Naturschauspiel der berühmten Wasserfälle Touristen an, sondern ebenso die Al-Khatab-Moschee.

Es wird davon ausgegangen, dass 2015 noch mehr Menschen als bisher schon in Brasilien eine religiös motivierte Reise unternehmen werden. Dies auch, da die Strukturen stetig weiter ausgebaut werden. Das Heiligtum der Muttergottes (Santuário Mãe de Deus) in São Paulo ist ein Beispiel dafür. Schon jetzt finden dort Gottesdienste für 60.000 Menschen statt. Mit den Erweitungsarbeiten werden es 100.000 sein. In Uberaba, im Bundesstaat Minas Gerais wird am Memorial Chico Xavier gebaut, das als Museum fungieren wird und Platz bietet, um die spiritistische Lehre zu studieren. Ein weiteres Beispiel ist der mit 10.000 Sitzplätzen ausgestattete Salomontempel der freikirchlichen Pfingstgemeinde in São Paulo, der jüngst eingeweiht wurde.