Nationalpark „Serra da Capivara“ erhält eigenen Flughafen

Veröffentlicht: 5. Dezember 2015 - 19:32h | Aktualisiert: 5. Dezember 2015 - 19:32h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Der Nationalpark Serra da Capivara ist eine der Hauptattraktionen des brasilianischen Bundesstaates Piauí. Der Park der mit Felszeichnungen und etlichen archäologischen Stätten aufwartet kann künftig per Flugzeug erreicht werden. Der kürzlich eröffnete Airport trägt den gleichen Namen wie der Park und verbessert das touristische Potential der Region erheblich.

O Parque Nacional Serra da Capivara é uma unidade de conservação brasileira de proteção integral à natureza localizada nos municípios piauienses de Canto do Buriti, Coronel José Dias, São João do Piauí e São Raimundo Nonato.

Parque Nacional Serra da Capivara – Foto: Embratur

Der Park gilt als „Wiege des amerikanischen Menschen“ und als größte frei zugängliche archäologische Stätte der Welt. Felszeichnungen und Felsgravuren finden sich dort an mehreren Stellen. Sie zeugen von einer Besiedlung des Gebietes von vor 100.000 Jahren, wie es von der Stiftung „Museu do Homem Americano“ heißt. Bisher sind bereits 912 Grabungsstätten und archäologische Stätten registriert worden, 657 von ihnen mit Felszeichnungen. Entdeckt wurden ebenso Dörfer von Völkern, die Landwirtschaft betrieben und getöpfert haben, Grabstätten sowie in der Vorzeit besiedelte Höhlen.

Doch nicht nur die archäologischen Besonderheiten gelten als Attraktionen des Parkes. Er ist der einzige Nationalpark Brasiliens, der das Biom Caatinga mit seinem semiariden (halbtrockenen) Klima umfasst. Seine Flora und Fauna sind überwältigend, wenn auch bisher nur wenig erforscht. Dem Besucher bieten sich immer wieder überraschende Ausblicke und Felsformationen, wie der Pedra Furada (Gelochter Fels).

Bisher war der 1991 als Unesco Welterbe ausgewiesene Nationalpark vor allem über Schotterpisten zu erreichen. Von dem nahen Flughafen „Serra da Capivara“ im Munizip São Raimundo Nonato und mittlerweile verbesserten Zufahrtsstraßen erhoffen sich Bevölkerung und Stadtväter nun einen neuen Impuls für den Tourismus. Davon profitieren wollen ebenso die weiteren drei Munizipen, die Bereiche des Parkes umfassen (Coronel José Dias, João Costa und Brejo). Auch sie bereiten sich mit speziellen Angeboten und Verbesserungen der Infrastruktur auf eine höhere Zahl an Besuchern vor.