Naturattraktionen Brasiliens sorgen für Besucherrekord

Veröffentlicht: 7. März 2018 - 08:39h | Aktualisiert: 7. März 2018 - 08:39h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Die Nationalparks Brasiliens haben im vergangenen Jahr einen Besucherrekord verzeichnet. Die Zahl der Besucher ist 2017 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gestiegen, wie es vom staatlichen Umweltinstitut ICMBio heißt.

Chapada dos Veadeiros – Foto Embratur

Laut ICMBio-Präsident Ricardo Soavinski haben 2017 etwa 10,73 Millionen Menschen die Natiolparks des südamerikanischen Landes besucht. Auch wenn die Zahlen für Brasilien positiv sind, schneidet das Land im Vergleich mit beispielsweise den USA sehr bescheiden ab. Dort haben die Nationalparks über 300 Millionen Naturliebhaber angezogen.

Dass Brasilien beim internationalen Vergleich hinterher hinkt, wird unter anderem mit fehlenden Infrastrukturen begründet. Nicht alle der Parks verfügen über Straßen oder Flughäfen, die Touristen zu den Einrichtungen bringen könnten, so Soavinski.

Immerhin wurde mittlerweile ein Fond zur Verbesserung der Infrastrukturen gegründet. In ihn fließen Gelder von Ausgleichszahlungen für Umwelteingriffe. Analysiert wird derzeit ebenso die Vergabe von Lizensen für Dienstleistungen in 18 brasilianischen Nationalparks.

Spitzenreiter in Sachen Besucher sind der „Parque Nacional do Iguaçu” mit seinen atemberaubenden Wasserfällen und der „Parque Nacional da Tijuca“ mit dem berühmten Corcovado. Beide sind leicht zugänglich mit einer umfassenden Infrastruktur ausgestattet.

Wer abseits des Besucherstroms die einzigartige Natur Brasiliens genießen will, kann dies in einem der 71 Nationalparks. Sie umfassen beinahe sämtliche Biome des Landes. An der Spitze liegt der Atlantische Regenwald mit 24 dieser Schutzeinrichtungen, gefolgt vom Amazonas-Regenwald mit 20, dem Cerrado mit 15, der Caatinga mit 8 und dem Pantanal mit einem Nationalpark. Hinzu kommen drei marine Parks.