Tourismusminister will brasilianische Cancúns einrichten

Veröffentlicht: 6. Juni 2015 - 07:46h | Aktualisiert: 6. Juni 2015 - 07:46h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Brasiliens neuer Tourismusminister, Henrique Eduardo Alves, will einige Strandabschnitte des südamerikanischen Landes in mehrere Cancúns verwandeln. Nach dem Vorbild der berühmten mexikanischen Halbinsel sollen auch in Brasilien Regionen entstehen, die speziell auf den Tourismus ausgerichtet sind.

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Alves, der erst unlängst neu ins Amt als Tourismusminister berufen wurde, hat große Pläne. Als Vorbild dient ihm dabei die touristische Hochburg Mexikos, die berühmten Strände von Cancún. Mit einer Küstenlinie von 8.000 Kilometern hat Brasilien schon jetzt einiges für die Sonne-Meer-Strand-Urlauber zu bieten.

Paradiesische Sandstrände, gesäumt vom Atlantischen Regenwald und Dünenlandschaften sind nur zwei der Beispiele, die jährlich tausende Touristen anziehen. Doch Alves will weit mehr und zitiert die 15 Kilometer Strand in Mexiko, die nach seinen Angaben jährlich 14 Milliarden US$ in das mittelamerikanische Land bringen, während die Touristen in ganz Brasilien lediglich für die Hälfte sorgen.

Mit dem Projekt sollen nicht nur Erholungssuchende aus der ganzen Welt angezogen werden, sondern vor allem Investoren. Alves denkt dabei sogar an eine eigene Gesetzebung für die brasilianischen Cancúns. Auch wenn er die Entwicklung des Projektes als mittel- bis langfristig einstuft, spielt er dennoch schon mit dem Gedanken, es im Kongress einzubringen.

Um den Tourismus nicht nur an der Küste, sondern ebenso im Innenland anzuregen, fordert Alves eine Entbürokratisierung, regionale Hotels und regionale Flughäfen. Zum Thema Sicherheit sagt er, dass entsprechende Polizeikontrollen notwendig seien. Darüber hinaus ruft er die Munizipien auf, ihren Teil beizutragen und beispielsweise für eine ausreichende öffentliche Beleuchtung und Sauberkeit zu sorgen.