Touristen und Bewohner Recifes lernen Geheimzeichen der Stadt entschlüsseln

Veröffentlicht: 24. April 2015 - 08:03h | Aktualisiert: 24. April 2015 - 08:04h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Recife Antigo in Pernambuco, BrazilGeheimzeichen, Gespenster, Geschichten der Brücken und vieles mehr stehen bei den Stadtbesichtigungen in Recife auf dem Programm. Die Stadt im Nordosten Brasiliens will mit den außergewöhnlichen Führungen unter anderem die Bewohner auf das historische und kulturelle Erbe aufmerksam machen. Sie sollen ihre Heimatstadt aus einem anderen Blickwinkel kennen und schätzen lernen und somit letztlich zum Tourismus beitragen.

Das Fremdenverkehrsamt bietet die verschiedensten Führungen, zu Fuß, per Fahrrad, mit dem Omnibus und auch mit dem Katamaran an. Außergewöhnlich sind allerdings weniger die Verkehrsmittel, als vielmehr die Themen, die dabei auf dem Programmm stehen. Beispielsweise werden die Besucher bei einem Spaziergang in die Geheimwelt der Freimaurer eingeführt. Etliche der älteren Häuser im Zentrum Recifes sind mit den Symbolen und Leisten verziert, anhand deren die Mitglieder des Geheimbundes den Stand anderer Mitglieder ablesen konnten.

Eingeführt wird bei dem Ausflug in die Symbolik der „Maçons”, deren Riten und Ehrencode. Besichtigt werden dabei ebenso das Kunstmuseum Liceu de Artes e Ofícios, das von einem Bund Intelektueller und liberaler Künstler erbaut wurde, und andere historische Gebäude. Der informative Rundgang wird sowohl per Omnibus als auch zu Fuß angeboten.

Bei einem anderen Ausflug geht es mit dem Katamaran den Fluß Capibaribe entlang. Vorgestellt werden die Brücken mit ihren Geschichten, Kuriositäten und allem Wissenswerten. Aber auch Geschichten von ruhelosen Seelen, die durch so manche Gasse und manches Haus wandern, werden in einem der Rundgänge erzählt. Mit dem Fahrrad geht es indes durch den Stadtteil Boa Vista.

”Olha! Recife” (Schau! Recife) heißt das ungewöhnliche Programm des Tourismusamtes der Stadt. Die Führungen finden an den Wochenenden statt und sind kostenlos. Erbeten wird lediglich ein Kilogramm Nahrungsmittel als Gegenleistung, die wiederum an soziale Einrichtungen gespendet werden.