Überfälle auf Wanderweg im Nationalpark Tijuca

Veröffentlicht: 11. Juli 2017 - 17:10h | Aktualisiert: 11. Juli 2017 - 17:10h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Foto: Screenshot

In Rio de Janeiro warnen im Nationalpark Tijuca entlang des Wanderweges vom Parque Lage zum Corcovado hinauf an Bäumen angebrachte Schilder vor möglichen Überfällen. Die haben sich in jüngster Vergangenheit gehäuft. In den vergangenen zwei Wochen sollen auf dem 3,8 Kilometer langem Weg 58 Wanderer beraubt worden sein.

Die Zahl der Überfälle ist so hoch, dass Ehrenamtliche mittlerweile Plakate mit Hinweisen auf das Risiko aufgehängt haben. Sie zeigen ein Warnschild mit einer Waffe und berichten von 150 Überfällen im Zeitraum von Januar bis Juni.

“Sei umsichtig. Riskiere nicht dein Leben“, ist auf anderen zu lesen. Gemeint ist damit die allgemeine Empfehlung, bei einem Überfall nicht etwa zu reagieren oder sich zu wehren, sondern das geforderte Gut auszuhändigen.

Von Vertretern der Polizeidienststelle für Touristen (Deat) wird mittlerweile eine vorübergehende Schließung des Weges vertreten und von einer Begehung abgeraten. Die Parkverwaltung verweist auf die allgemeine Erhöhung der Gewalt in Rio de Janeiro. Eine Schließung des Weges zieht sie allerdings nicht in Betracht.

Auch wenn die Gefahr nicht gebannt ist, spricht die Tourismuspolizei Deat dennoch von Erfolgen bei den Ermittlungen. Allerdings heißt es ebenso, dass ausreichende Streifen mangels Sicherheitskräften kaum möglich seien.

Der Mangel an Polizeikräften wird wiederum der Krise und dem eingeleiteten Sparkurs von Bund und Staat zugeschrieben.

Wer nicht auf eine Wanderung zum Corcovado verzichten will, sollte die allgemeinen Verhaltenstipps beachten: keine Wertgegenstände mitnehmen, nur notwendiges Kleingeld einstecken, keinen Schmuck oder Uhren tragen und statt des neuen Smartphones besser ein altes Handy einstecken.