Wale- und Birdwatching im Archipel Alcatrazes

Veröffentlicht: 26. November 2016 - 08:26h | Aktualisiert: 26. November 2016 - 08:26h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Foto: s1000rr/Fotolia.com

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Das Naturparadies “Arquipélago de Alcatrazes“ soll künftig Touristen zugänglich sein. Die Inselgruppe vor der Küste Brasiliens ist vor wenigen Tagen zum “Refugium des Wildlebens“ erklärt worden und hat damit einen absoluten Schutzstatus erhalten.

Für Taucher und Besuche per Boot ist trotzdem eine Öffnung vorgesehen, um das Beobachten von Walen und eine der bedeutendsten Meeresvogelkolonien Brasiliens zu ermöglichen.

Brydewal und Fleckendelfin sind zwei der 13 bisher in dem Archipel registrierten Wal- und Delfinarten. Bei der Unterwasserwelt verweisen die Forscher auf etwa 260 dort lebende Fischarten. Einige wurden bisher lediglich in den Gewässern dieser Inselgruppe nachgewiesen.

Auch über dem Wasser bietet sich den Besuchern ein einzigartiges Spektakel. Tausende von Weißbauchtölpel, Dominikanermöwen und Fregattvögel haben die 13 Inseln mit ihren herausragenden Felsformationen zu ihrem Nistgebiet auserkoren.

Angesichts der enormen Artenvielfalt war es in dem 67.000 Hektar umfassenden “Refúgio de Vida Silvestre Arquipélago de Alcatrazes” schon vor der Ausweisung zum Refugium verboten, zu fischen oder andere Aktivitäten zu betreiben. Lediglich vom Militär wurde es bis 2013 als Trainingszone genutzt.

Von Forschern durfte die etwa 40 Kilometer vor der Küste des Munizips São Sebastião (Bundesstaat São Paulo) gelegene Inselgruppe bisher lediglich nach einem vorhergehenden Antrag besucht werden. Seine herausragenden Felsformationen haben hingegen über Jahrhunderte hinweg den Seefahrern zur Orientierung gedient.

Noch stehen die Besucherregeln nicht fest. Derzeit wird an einer Studie gearbeitet, um einen nachhaltigen Tourismus zu gewähren, der sich nicht negativ auf die Umwelt auswirkt. Geplant ist, Besuche per Boot zuzulassen und ebenso Tauchgänge.

Vorgesehen ist für die touristische Nutzung die Einbindung der lokalen Bevölkerung, die für die Bootsfahrten, Taucheraktivität und Touristenmonitoring in dem Naturschutzgebiet speziell ausgebildet werden sollen.