Wallfahrten und Prozessionen ziehen jährlich 15 Millionen Gläubige an

Veröffentlicht: 10. Oktober 2014 - 18:21h | Aktualisiert: 10. Oktober 2014 - 18:21h | Kategorie: Brasilien Reise-News

IMG_8568Seit ein paar Tagen sind viele Wallfahrer bereits unterwegs, um am Sonntag in Aparecida den Namenstag der Schutzpatronin Brasiliens zu feiern. Der religiöse Tourismus bewegt in dem südamerikanischen Land jährlich über 15 Millionen Gläubige. Allein im Wallfahrtsort Aparecida werden am Sonntag (12.) zwischen 160.000 und 200.000 Pilger erwartet, um Unsere Liebe Frau von Aparecida zu ehren. Am Círio de Nazaré in Belém, im nordöstlichen Bundesstaat Pará, sollen sogar zwei Millionen Menschen teilnehmen.

Der Círio de Nazaré gilt als eins der traditionsreichsten und beliebtesten katholischen Feste Brasiliens. Seit 222 Jahren findet er jährlich am zweiten Sonntag im Oktober statt. Die Hauptattraktion ist eine 3,6 Kilometer umfassende Prozession von der Kathedrale Belems bis zur Basílica de Nazaré. Gedacht wird dabei Unserer Lieben Frau von Nazareth, der Mutter Jesus. Ein weiterer Höhepunkt ist die Bootsprozession, die am Vortag in der Bucht Guajará stattfindet. Der Lieben Frau von Nazareth wird aber nicht nur in Belem, sondern auch in etlichen anderen Orten des Bundesstaates Pará mit religiösen Festen gedacht.

Berühmt ist ebenso der Wallfahrtsort Aparecida, der etwa 170 Kilometer von São Paulo entfernt gelegen ist. Dort wurde zu Ehren Unserer Lieben Frau von Conceição Aparecida eine der größten Kirchen Lateinamerikas mit einem eigenen Pilgerzentrum errichtet. Dieses Jahr wird nicht nur zu Ehren der Schutzpratonin Brasiliens gefeiert, sondern ebenso das 300-jährige Jubiläum der Entdeckung der Heiligenstatue. Sie wurde einst von Fischern im Fluss Paraíba do Sul gefunden. Schnell wurden ihr Wunder und Heilungen zugeschrieben und bereits 1745 wurde für sie eine eigene Kapelle errichtet. Zu ihr pilgern jedoch nicht nur am 12. Oktober tausende von Gläubige aus dem In- und Ausland. Vielmehr zieht sie das ganze Jahr über die Gläubige und Wallfahrer an.