Weinbaugebiet im Süden Brasiliens lockt Touristen mit Abenteuerpark

Veröffentlicht: 9. Oktober 2014 - 23:19h | Aktualisiert: 10. Oktober 2014 - 07:15h | Kategorie: Brasilien Reise-News

abenteuerpark-brasilienDie Stadt Bento Gonçalves im Süden Brasiliens ist eigentlich durch den Weinanbau bekannt und dem damit verbundenen Tourismus. Um ein jüngeres Publikum anzuziehen hat sie nun jedoch einen Abenteuerpark eingerichtet, bei dem das Bergerlebnis im Vordergrund steht. Ausgestattet mit Klettersteigen an Felsen und in den Baumwipfeln, Aussichtstürmen und einer Seilrutschbahn zieht er bereits etliche Touristen an.

Bisher hat Bento Gonçalves mit Attraktionen rund um den Weinbau aufgewartet, die vor allem Touristen im Alter zwischen 30 und 45 Jahren anziehen. Aber auch wer das Naturerlebnis liebt, findet in der hügeligen Landschaft etliche Möglichkeiten, sei es beim Wandern, Radfahren oder dem Mountainbiking. Das Munizip im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul will sich nun aber auch einen Namen beim Ökotourismus machen und hat als Zielgruppe Besucher zwischen 18 und 30 Jahren ins Auge gefasst. Für sie und auch ältere Interessenten verspricht der „Parque Gasper“ ein Abenteuererlebnis.

Eingerichtet wurde dort neben einem Touristenzentrum mit Imbiß- und Grillmöglichkeiten ein Parcour mit verschiedenen Attraktionen, zu denen unter anderem eine künstliche Kletterwand zählt. Im Zentrum des Parkes liegt die Hauptattraktion, der 135 Meter hohe Felsblock „Paredão da Eulália“. Er ist mit Steigeisen versehen und wartet mit verschiedenen Kletterrouten auf. Beim Abseilen bietet er einen Höhenunterschied von 60 Metern bis zu einer Plattform. Am Felsblock vorbei führt auch die Seilrutschbahn. Bei der schweben die Besucher in einem an zwei Seilen eingehängten Klettergurt 60 Meter über dem Erdboden hinweg. In zwei Etappen werden dabei 750 Meter zurück gelegt.

Beim „Arvorismo“ geht es hoch in die Baumwipfel. Zwischen diesen sind Seile und Netze gespannt, die es zu überwinden gilt, um zu einer Aussichtsplattform zu gelangen. Allerdings sollten alle diese Aktivitäten mit Vorsicht genutzt werden. Fast immer werden kaum Sicherheitsvorkehrungen eingehalten, die zuständigen Behörden mit Geld geschmiert und Todesopfer billigend in Kauf genommen. Zahlreiche Beispiele aus brasilianischen Freizeitparks in den vergangenen Jahren bestätigen dies.