Vitamine tanken auf einer Genuss-Reise nach Brasilien

Veröffentlicht: 17. September 2013 - 16:32h | Aktualisiert: 17. September 2013 - 16:37h | Kategorie: Brasilien Reise-Tipps

Wer auf seine Ernährung achtet, der greift täglich zu Obst. Doch die Auswahl an heimischen Früchten ist in Europa eher bescheiden, vergleicht man die Anzahl der Sorten mit Ländern wie Brasilien. Natürlich werden heute immer mehr exotische Früchte importiert und fast alle sind nun das ganze Jahr und nicht nur zur Erntezeit verfügbar – hohe Preise und Bedenken bezüglich der Zubereitung schrecken vom Kauf roher Früchte immer wieder ab. Zudem der Genuss von frisch gepflücktem Obst an einem Strand oder im Amzonas-Regenwald ein ganz besonderes Vergnügen ist.

obstgarten-brasilien

Man sollte sich daher einmal auf eine Genuss-Reise nach Brasilien begeben und endlich mal richtig Vitamine tanken. Wer einmal auf einem Wochenmarkt in Manaus, Belém, Fortaleza oder Salvador da Bahia vor lauter Auswahl aus dem Staunen nicht mehr herauskam, der weiß um die unglaubliche Vielfalt der Obstsorten in Brasilien. Im Norden und Nordosten des Landes ist das Sortiment noch reichhaltiger als in den Metropolen Rio de Janeiro oder São Paulo, wo bereits viele Sorten aus entfernten Landesteilen herangeschafft werden müssen.

Vitaminbomben Acerola, Camu-Camu, Acaí

Ein großes Angebot von Nahrungsergänzungsmitteln inklusive brasilianischer Vitaminbomben wie beispielsweise ein leckerer Amazonas-Fruchtmixe aus „Acerola“ bekommt an natürlich inzwischen auch in Europa. Die „Kirche der Antillen“ ist auch in Brasilien äußerst beliebt, enthält sie doch fast hundertmal so viel Vitamin-C wie Orangen oder Zitronen. Während sie über Jahrzehnte fast gar nicht beachtet wurde, ist sie mittlerweile aus der brasilianischen Speisekammer nicht mehr wegzudenken. Heute ist sie beliebter Bestandteil von Gelees, Marmeladen, Kompotte, Speiseeise und Erfrischungsgetränke – sogar Liköre werden daraus gemacht.

Obstliebhaber sollten auf einer Genuss-Reise durch Brasilien auf jeden Fall auch einmal eine Frucht namens „Camu-Camu“ probieren. Denn dieser im Amazonasgebiet heimische Strauch mit seinen harten, roten Früchten ist ebenfalls eine wahre Vitaminbombe. Da er entlang der Flüsse zu finden ist und oft auch im Wasser steht, sind die herunterfallenden überreifen Früchte sogar bei den Bewohnern der Gewässer begehrt. Die lokalen Fischer nutzen die kirschgroßen Früchte daher auch oft als Köder, um unter anderem den begehrten Speisefisch Tambaqui zu fangen.

Auch die Wunderbeere „Acaí“ strotzt vor Vitaminen. Diese Frucht ist schon deutlich bekannter und daher auch deutlich häufiger in Europa zu finden. Sie wird in Joghurts oder anderen Milchprodukten verarbeitet und ist auch tiefgefroren als Mus erhältlich. Interessant an dieser Frucht ist, dass sie von bis zu 25 Meter hohen Palmen stammt und noch heute faktisch immer von Hand geerntet wird. Danach muss man die Früchte sofort verarbeiten, da sie bereits binnen 24 Stunden fermentieren. In den Saftbars unter dem Zuckerhut genießt man Acaí als eine Art Püree auf Eis mit Rohrzucker oder süßem Sirup der Guaraná-Pflanze.