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Veröffentlicht: 4. September 2008 - 18:16h | Aktualisiert: 15. September 2013 - 12:59h

Die Naturschönheiten in Brasilien

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Der Regenwald des Amazonas und die halbjährlich überschwemmte Tiefebene des Pantanal sind Heimat für eine ungeheure Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Vögeln. Viele Nationalparks im zerklüfteten Hinterland bieten atemberaubende Panoramen von ihren Berggipfeln herab und unendlich viele Abenteuer- und Sportmöglichkeiten. Einsame Strände und Dünen an der weiten Küstenperipherie findet man immer noch in all ihrer unberührten Natürlichkeit.

Die gewaltigsten Wasserfälle der Erde

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Die Iguaçu-Fälle – man muss sie gesehen und gehört haben! Sie sind eins der spektakulärsten Naturereignisse an der Dreiländergrenze zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay. Über ein Stegsystem kommt man bis an das Zentrum de Fälle heran und kann einen Blick in den “Teufelsschlund” riskieren. Der subtropische Regenwald rund um die Fälle präsentiert eine reiche Fauna und Flora, mit einer exotischen Vogelwelt und vilen bunten Schmetterlingen.

Das Tierparadies des Pantanal

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Die weite, halbjährlich überflutete Tiefebene, von der Grösse Hollands, Belgiens und der Schweiz zusammen, ist eine der idealsten Regionen der Erde, um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Auch die Angelergebnisse sind hier legendär, besondes während der trockenen Monate zwischen Mai und Oktober. Dies ist auch die Nist- und Brutzeit und beste Periode, um Säugetiere und Vögel in ihrem Habitat sehen und fotografieren zu können – wie zum Beispiel den seltenen Mähnenwolf oder den Wappenvogel des Pantanal, den mannsgrossen Jabiru-Sorch.

Der Vater der Ströme

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Gespeist von mehr als eintausend Nebenflüssen kommt der mächtigste Strom der Erde, der Amazonas, von den Anden herab und fliesst durch Brasiliens Norden dem Atlantischen Ozean zu. Auf seinem Weg passiert er zahllose Kommunen von Flussbewohnern – wie zum Beispiel Santarém. An seiner Mündung prallen seine Wasserkraft und die Meereswellen aufeinander und erzeugen eine gewaltige Brandungswelle, die “Pororoca”, welche sich kilometerweit alle einmündenden Flüsse hinaufwälzt, mittlere Bäume ausreisst und die Uferbewohner in die Flucht jagt. Regionale Flussschiffe befahren den Amazonas zwischen Belém, im Delta, und Manaus – sie sind das bedeutendste Transportmittel der Region.

Der Amazonas-Regenwald

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Oft als die “Lunge der Welt” beschrieben – von anderen auch als “Grüne Hölle” tituliert – ist dies der grösste zusammenhängende Regenwald der Erde, welcher bis heute existiert – eine letzte grosse, ineinander verschlungene Wildnis. Weit und fast menschenleer – hier hat sich der Erde artenreichste Pflanzenvielfalt entwickelt, kleine Bäume und Jungwuchs kämpfen sich durch die ewige Dämmerung der immergrünen Wirrnis empor, die Hauptmacht der Bäume schliesst bis zu 35 Meter darüber hinaus ihr Kronen ineinander, und die noch höheren Stämme der “Urwaldriesen” recken sich gar bis zu 60 Meter hoch der Sonne entgegen. Über den weichen Waldboden ziehen Heere angriffslustiger Insekten – Vögel, Affen, Gürteltiere, Ameisenbären, Echsen, Fische und viele andere Tierarten nähren sich vom Insektenüberfluss. Wie sonst na keinem anderen Ort, hat sich hier ein unvergleichlicher Artenreichtum entwickelt.

Ökoturismus

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Wird auch in Brasilien grossgeschrieben! Als Zentrum für so genannte “Jungle-Tours” hat sich Manaus entwickelt – die vom Amazonas-Regenwald umgebene Dschungelmetropole, einst Zentrum des Gummi-Booms. Mehr oder weniger leicht per Boot zu erreichen, kann man von hier aus eine Vielzahl von Urwald-Lodges anfahren – schon diese Anfahrt ist ein Erlebnis. Für echte Abenteurer können längere Touren durch den Regenwald, mit Übernachtungen in Hausbooten oder direkt in Hängematten in der Wildnis, ausgearbeitet werden.

Die Bio-Vielfalt

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Abgesehen von zunehmendem wissenschaftlichen und touristischen Interesse am Regenwald, ist doch der grösste Teil dieses immensen Gebietes immer noch in seinem natürlichen Zustand und Habitat einer seltenen Flora und Fauna, wie zum Beispiel der gigantischen Wasserlilie “Victoria Regia” oder Südamerikas grösster Raubkatze, dem Jaguar. Und es gibt immer noch unzählige unbekannte Spezies – die Medizin entdeckt aus Forschungen im Regenwald immer noch neue Heilmittel gegen die verschiedensten Krankheiten.