Brasilien bekommt bis Olympiade 2016 über 400 neue Hotels

Veröffentlicht: 27. November 2013 - 17:48h | Aktualisiert: 27. November 2013 - 18:01h | Kategorie: Brasilien Reise-News

Der Hotelsektor darf ohne Zweifel derzeit zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftszweigen Brasiliens gezählt werden. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft BSH International in Zusammenarbeit mit dem Tourismusministerium sollen bis zum Olympia-Jahr 2016 in Brasilien 422 weitere Hotels und Resorts mit insgesamt 70.531 Betten eröffnet werden. Die prognostizierte Investitionssumme liegt bei umgerechnet rund 4 Milliarden Euro, fast 34.000 direkte Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

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Vor allem der Südosten Brasiliens mit den Megametropolen São Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte profitieren vom Hotel-Boom. Hier sollen 250 oder 59 Prozent der neuen Unterkünfte entstehen. Der Nordosten bekommt 13 Prozent des Kuchens ab, gefolgt vom Süden (11%), dem Mittelwesten (10%) und dem Norden (7%). Der Großteil der geplanten Unterkünfte ist zudem im unteren Preisbereich angesiedelt (158), gefolgt von Mittelklasse-Hotels (150). Weitere 56 Häuser werden derzeit den Billighotels zugeordnet, hinzu kommen 9 gehobene Unterkünfte, 42 Luxusherbergen und 7 Resorts. Letztere finden sich in der Regen stets an den Traumstränden entlang der brasilianischen Atlantikküste.

700 Kilometer Traumstrände in Bahia

Ein Mekka für Touristen bleibt dabei stets der Bundesstaat Bahia mit seiner Hauptstadt Salvador. Nördlich und südlich der Allerheiligenbucht findet man über 700 Kilometer Küstenlinie mit schier unendlichen Sandstränden. Kleine Fischerorte mit verträumten Pousadas laden genauso zum Verweilen ein wie größere Hotelkomplexe oder Resorts. Zudem bietet sich die reizvolle Landschaft mit Küstenregenwald, Tafelbergen und Savannen für Tagesausflüge und Touren an.

Ob Strandmode oder Outdoor-Kleidung für die Trekking-Tour im Hinterland, seine Ausstattung sollte man sich am besten jedoch schon im Heimatland besorgen. Versandhäuser wie Ackermann bieten dabei neben einer großen Auswahl auch die entsprechende Qualität, die man vielleicht am abgelegenen Urlaubsort nicht vorfindet.

11.000 Arbeitsplätze in zwei Jahren

Der Hotel-Boom bietet allerdings schon heute nicht nur Touristen mehr Auswahl, auch die Bevölkerung vor Ort profitiert bereits von den dadurch entstandenen Arbeitsplätzen. Zwischen 2011 und 2013 wurden gemäß den jüngsten Zahlen schon 154 Pensionen, Hotels oder Resorts eröffnet und so 11.000 direkte Arbeitsplätze geschaffen. Umgerechnet 1,1 Milliarden Euro wurden in den Sektor investiert, mehr als 21.000 zusätzliche Zimmer für Besucher aus aller Welt eingerichtet.

Die Verantwortlichen zeigen sich auch weiterhin zuversichtlich, sowohl diese als auch die zukünftigen Kapazitäten dauerhaft auszulasten. Bis zum Jahr 2020 will das Tourismusministerium die jährlichen Besucherzahlen von derzeit etwas mehr als 5 Millionen auf 10 Millionen verdoppeln. Bereits zur Fußball-WM 2014 werden über 7 Millionen Touristen erwartet, zur Olympiade zwei Jahre später sollen es bereits 8 Millionen Besucher sein.